Fehlerbehebung beim Honda GX390 Kartmotor
Fehlerbehebung Honda GX390
1. Bevor du einzelne Bauteile tauschst
Diese sechs Punkte klären in der Praxis den überwiegenden Teil aller Fehlerbilder ab, bevor du auf Verdacht Teile tauschst:
- Zündfunke vorhanden und stark genug (Test außerhalb des Zylinders)
- Ventilspiel korrekt eingestellt
- Steuerzeiten (Markierungen an Kurbelwelle, Nockenwelle und Ausgleichswelle) korrekt
- Kraftstoffversorgung frei von Falschluft, Frischkraftstoff vorhanden
- Vergaser sauber, Schwimmer und Nadelventil beweglich
- Zündkerzenbild zur Diagnose heranziehen (fett/mager/normal)
Mehr dazu: Serien- vs. Kartmotor
2. Zündkerzenbild als Diagnosehilfe
Wird in fast jedem Fehlerbild als Prüfschritt genannt – hier als Referenz gesammelt:
Erscheinungsbild: Hellbraun/graubraun, trockene Elektrode
Bedeutung: Normal – Gemisch und Wärmewert passen.
Erscheinungsbild: Schwarz, trocken/rußig
Bedeutung: Zu fettes Gemisch, verschmutzter Sportluftfilter, oder Wärmewert zu kalt.
Erscheinungsbild: Schwarz, nass/ölig
Bedeutung: Öl gelangt in den Brennraum (Kolbenringe/Ventilschaftdichtungen) oder Wärmewert zu kalt.
Erscheinungsbild: Weiß/sehr hell, ggf. Erosionsspuren an der Elektrode
Bedeutung: Zu mageres Gemisch, Wärmewert zu heiß, oder Vorzündung/Klopfen.
Erscheinungsbild: Gelblich-glasige Ablagerungen
Bedeutung: Überhitzung.
Erscheinungsbild: Elektrode angeschmolzen/verformt
Bedeutung: Akute Überhitzung oder Vorzündung – Ursache sofort klären, Motorschaden droht.
3. Startprobleme
Springt nicht an · startet kalt oder warm schlecht · lässt sich schwer durchziehen · schlägt beim Starten zurück
Ursache: Zündzeitpunkt falsch: Schwungradkeil verrutscht/abgeschert oder Markierungen an Kurbelwelle, Nockenwelle und Ausgleichswelle nicht mehr fluchtend (z. B. nach Motoröffnung)
Diagnose: Zündfunke und Kraftstoffankunft am Vergaser zuerst bestätigen. Sitz des Keils in der Nut prüfen; Körnermarkierungen an allen drei Wellen exakt kontrollieren.
Lösung: Keil erneuern; Wellen exakt nach Markierung neu ausrichten.
Ursache: Standgas-Zusatzbohrung am Vergaserflansch durch falsch montierte Flanschdichtung verschlossen – Motor „muckt“ nur kurz auf, zündet nicht durch
Diagnose: Abstand Schwungrad–Zündspule prüfen; Flanschdichtung auf korrekte Orientierung und freie Bohrung kontrollieren.
Lösung: Dichtung richtig herum montieren; testweise mit leicht geöffneter Drosselklappe starten – oft ist nur das Standgas zu niedrig eingestellt.
Ursache: Alter, nicht mehr zündwilliger Kraftstoff nach Standzeit (Winterpause o. Ä.)
Diagnose: Kraftstoff komplett austauschen; Benzinpumpe und Kraftstofffilter auf Ablagerungen prüfen; neue Zündkerze zum Ausschluss.
Lösung: Bringt das keine Besserung: Startpilot direkt in den Ansaugtrakt sprühen (nicht in den Vergaser). Springt der Motor damit kurz an, liegt der Fehler bei der Kraftstoffversorgung – Pumpe und Vergaser zerlegen und reinigen.
Ursache: Zündkerze verölt oder falscher Elektrodenabstand, Zündspulen-Luftspalt falsch
Diagnose: Kerze ziehen und beurteilen; Luftspalt der Zündspule zum Schwungrad messen.
Lösung: Kerze NGK BPR6ES, Elektrodenabstand 0,7–0,8 mm; Luftspalt 0,2–0,6 mm einstellen.
Ursache: Kaltstart/Warmstart ohne Choke: Bei Warmstart nach kurzer Standzeit kann sich Kraftstoff in der heißen Schwimmerkammer erhitzen und schwerer zünden
Diagnose: Startverhalten kalt vs. warm getrennt beobachten.
Lösung: Bei Kaltstart Drossel leicht öffnen; bei Warmstart-Problemen Kraftstoffleitung/Schwimmerkammer auf Nähe zu Auspuff/Zylinder prüfen (siehe „Thermische Probleme“).
Ursache: Dekompressionshebel an der Nockenwelle arbeitet nicht mehr korrekt, oder Ventilspiel zu eng, wodurch die Dekompression beim Anlassen ausbleibt → Motor lässt sich schwer durchziehen bzw. schlägt beim Start zurück. JBMK-Nockenwellen verfügen serienmäßig über diesen Dekompressionshebel.
Diagnose: Motor ohne Zündkerze von Hand zwei volle Umdrehungen durchdrehen; kurzes Anheben eines Ventils nahe OT beobachten.
Lösung: Ventilspiel exakt nach Vorgabe einstellen (siehe Verschleißgrenzen); bei defektem Dekompressionshebel Nockenwellenbauteil ersetzen.
Ursache: Keine oder zu geringe Kompression
Diagnose: Siehe Abschnitt „Kompression & Mechanik“.
Lösung: Siehe Abschnitt „Kompression & Mechanik“.
Mehr dazu: Ventilspiel einstellen
4. Laufunruhe & Aussetzer im Betrieb
Geht während der Fahrt aus · läuft unruhig · stottert · hat Fehlzündungen
Ursache: Kraftstoffschlauch zwischen Pumpe und Vergaser läuft nach einigen Fahrminuten leer (unzureichende Förderung)
Diagnose: Tankbelüftung, Rücklaufleitung samt Reduzierdüse und korrekten Anschluss aller Schläuche prüfen (Verwechslung Zu-/Rücklauf ist eine häufige Fehlerquelle); Kraftstofffilter auf Verstopfung prüfen. Bei Unterdruck-Membranpumpe zusätzlich die Unterdruckleitung auf Risse, Knicke oder Falschluft prüfen – schon ein kleiner Riss verhindert ausreichende Förderleistung.
Lösung: Belüftung/Leitungen korrigieren, Schläuche richtig anschließen, Filter tauschen; Unterdruckleitung erneuern.
Ursache: Wasser oder Schmutz im Kraftstoff
Diagnose: Sedimentbecher und Kraftstoff sichtprüfen.
Lösung: Kraftstoff wechseln, System spülen.
Ursache: Zündkerze verölt/verrußt, Kerzenkappe lose
Diagnose: Kerze ziehen und beurteilen.
Lösung: Reinigen/ersetzen, Kappe fest aufstecken.
Ursache: Vergaser-Gemisch falsch eingestellt oder Ansaugdichtung undicht (Falschluft) – vor jeder Vergaserverstellung zunächst Ventilspiel und Zündung als Ursache ausschließen, da unrunder Lauf oft fälschlich dem Vergaser zugeschrieben wird
Diagnose: Leerlaufgemisch prüfen, Dichtungen sichtprüfen.
Lösung: Vergaser einstellen/reinigen, Dichtung tauschen.
Ursache: Kill-Switch-Kabel schließt sporadisch durch (Wackelkontakt, Scheuerstelle durch Vibration im Rennbetrieb)
Diagnose: Kabel und Steckverbindung auf Vibrationsschäden prüfen.
Lösung: Verlegung sichern, Steckverbindung erneuern.
Ursache: Steuerzeiten nach Motoröffnung nicht mehr korrekt (Kurbelwelle, Nockenwelle oder Ausgleichswelle gelöst)
Diagnose: Markierungspunkte an allen drei Wellen auf exakte Ausrichtung prüfen.
Lösung: Neu ausrichten nach Markierung.
Mehr dazu: Serienvergaser · VM22/TM33 Vergaser
5. Leistungsprobleme
Verliert Leistung · dreht nicht sauber hoch
Ursache: Sportluftfilter zugesetzt oder Vergaserabstimmung passt nicht zum offeneren Filter
Diagnose: Filterzustand prüfen; Zündkerzenbild nach Volllast beurteilen.
Lösung: Filter reinigen/tauschen; Abstimmung ggf. anpassen (tendenziell etwas fetter als mit Original-Luftfilter).
Ursache: Verschlissene Kolbenringe / geringe Kompression – kaum Drehmoment, spürbar weniger Kraft; bestätigt sich meist zusätzlich durch blauen Rauch
Diagnose: Kompressionstest durchführen.
Lösung: Bei niedrigem Wert: Kolbenringe ersetzen (siehe Verschleißgrenzen).
Ursache: Auspuff/Schalldämpfer durch Verkokung verengt
Diagnose: Abgasgegendruck 30 mm hinter dem Flansch messen; Richtwert bei 3.000/3.600 min¹: 4,6–10,5 bzw. 6,0–12,5 kPa.
Lösung: Reinigen, ggf. Anlage tauschen.
Ursache: Zu geringe Oktanzahl bei erhöhter Verdichtung durch Tuning-Maßnahmen
Diagnose: Klopfen/Klingeln unter Last prüfen.
Lösung: Kraftstoff mit ausreichender Oktanzahl verwenden.
Ursache: Ventilfedern zu weich für die durch den Ausbau des Drehzahlbegrenzers erreichbare höhere Drehzahl (Ventilflattern oberhalb ca. 5.000–5.200 min¹)
Diagnose: Motor dreht oberhalb dieser Drehzahl spürbar „weich“ hoch.
Lösung: Verstärkte Ventilfedern verbauen.
Ursache: Vergaserbedüsung falsch für den gefahrenen Drehzahlbereich
Diagnose: Zündkerzenbild unter Volllast beurteilen.
Lösung: Hauptdüse/Nadelposition anpassen.
Mehr dazu: Serienvergaser · VM22/TM33 Vergaser · Kraftstoffempfehlung
6. Verbrennungsanomalie
Knallt beim Gaswegnehmen
Ursache: Zu mageres Gemisch bei Lastwegnahme – unverbrannter Kraftstoff zündet im heißen Krümmer nach
Diagnose: Zündkerzenbild heranziehen: hellgraue bis hellbraune Kerze deutet auf zu mageres Gemisch hin.
Lösung: Größere Hauptdüse bzw. geringfügige Anfettung über die Düsennadel. Bewährter Ausgangspunkt: normale Standgas-Gemischeinstellung, leicht fettere Düsennadel-Position kombiniert mit leicht magerer Hauptdüse.
Ursache: Abgasleckage (Dichtung, Riss) zieht Frischluft in den heißen Auspuff
Diagnose: Ruß-/Undichtigkeitsspuren an Flanschen prüfen.
Lösung: Dichtung erneuern.
Ursache: Auslassventil dichtet nicht sauber (Verkokung, Verschleiß)
Diagnose: Kompressionsprüfung, Ventilspiel kontrollieren.
Lösung: Siehe Abschnitt „Kompression & Mechanik“.
7. Kompression & Mechanik
Hat keine Kompression · klappert
Ursache: Kolbenringe/Zylinder verschlissen oder verkratzt
Diagnose: Kompressionstest, bei Bedarf Dichtigkeitsprüfung (Leck-down-Test).
Lösung: Ringe/Zylinder instand setzen.
Ursache: Ventile dichten nicht (Verkokung, Verschleiß, Ventilspiel zu eng)
Diagnose: Ventilspiel und Sitzbild prüfen.
Lösung: Einstellen/einschleifen/erneuern nach Vorgabe.
Ursache: Zylinderkopfdichtung defekt
Diagnose: Sichtprüfung nach Zerlegung.
Lösung: Erneuern.
Ursache: Klappern: Ventiltrieb zu locker (Ventilspiel zu groß)
Diagnose: Spielmessung.
Lösung: Einstellen nach Vorgabe.
Ursache: Klappern: Pleuellager/Kolbenspiel verschlissen
Diagnose: Bei Verdacht: Zerlegung und Maßprüfung gegen Verschleißgrenzen.
Lösung: Pleuel/Kolben/Zylinder erneuern.
Ursache: Klopfen/Klingeln unter Last (Frühzündung/Detonation) – meist Ablagerungen in der Brennkammer, zu niedrige Oktanzahl oder Überhitzung
Diagnose: Brennkammer auf Ablagerungen prüfen, Kraftstoffqualität kontrollieren.
Lösung: Brennkammer reinigen (Wartungsvorgabe: nach 500 Betriebsstunden), Kraftstoff/Betrieb anpassen.
Mehr dazu: Ventilspiel einstellen
8. Ölverbrauch & Abgasfarbe
Verbraucht Öl · raucht blau · raucht schwarz
Einfahrzeit beachten: Bei neuen oder frisch überholten Motoren ist leichter Ölnebel bzw. geringfügig erhöhter Ölverbrauch in den ersten Betriebsstunden normal, da sich die Kolbenringe erst setzen – das ist keine Störung im Sinne dieser Übersicht.
Ursache: Kolbenringe/Zylinder verschlissen (Blow-by) – bläulicher Rauch mit spürbarem Kompressionsverlust
Diagnose: Kompressionstest.
Lösung: Ringe/Zylinder ersetzen.
Ursache: Ventilschaftdichtungen/-führungen verschlissen – Ölverbrauch steigt, Kompression bleibt normal
Diagnose: Kompression bleibt normal, Ölverbrauch trotzdem erhöht.
Lösung: Ventilschaftdichtungen/-führungen erneuern.
Ursache: Ölstand zu hoch oder falsche Viskosität
Diagnose: Ölstand/-sorte prüfen.
Lösung: Korrigieren: zum Einfahren 10W-40, im laufenden Kartbetrieb 10W-60.
Ursache: Einbauwinkel des Motors im Chassis zu steil – bei starker Schräglage kann Öl über Ansaug-/Entlüftungswege wandern
Diagnose: Einbauwinkel prüfen.
Lösung: Innerhalb der Herstellervorgabe (max. 20° in jede Richtung) halten.
Ursache: Schwarzer Rauch: zu fettes Gemisch (Schwimmerstand zu hoch, Düse zu groß, Sportluftfilter verölt)
Diagnose: Kerzenbild (rußig), Filterzustand prüfen.
Lösung: Schwimmerstand/Düse korrigieren, Filter reinigen/tauschen.
Mehr dazu: Einfahren & Wartung
9. Thermische Probleme
Wird zu heiß · läuft nach ca. 20 Minuten schlechter
Für Dauerbetrieb über 30 Minuten geben wir für diese Baureihe eine Lastgrenze von 80 % der maximalen Motorleistung bei gegebener Drehzahl vor (kurzzeitig 90 %); zulässiger Umgebungstemperaturbereich −15 bis +40 °C.
Ursache: Kühlrippen/Lüfterhaube verschmutzt oder beschädigt/unvollständig montiert (z. B. für Header-Freigang abgeändert)
Diagnose: Rippen und Haube sichtprüfen – das Schwungrad wirkt als Radiallüfter, die Haube lenkt den Luftstrom über die Rippen.
Lösung: Reinigen, Haube vollständig montieren.
Ursache: Ölstand zu niedrig oder falsche Viskosität
Diagnose: Ölstand prüfen.
Lösung: Korrigieren.
Ursache: Zu mageres Gemisch (heißere Verbrennung)
Diagnose: Kerzenbild beurteilen.
Lösung: Gemisch anpassen.
Ursache: Auspuffgegendruck zu hoch (verkokt)
Diagnose: Siehe Abschnitt „Leistungsprobleme“.
Lösung: Reinigen.
Ursache: Läuft nach ca. 20 Minuten schlechter: Hitzestau in Schwimmerkammer/Kraftstoffleitung (Dampfblasenbildung)
Diagnose: Leitungsführung auf Nähe zu Auspuff/Zylinder prüfen.
Lösung: Leitung isolieren oder anders verlegen.
Ursache: Läuft nach ca. 20 Minuten schlechter: Zündkerzen-Wärmewert zu kalt für Dauerlast bei hohen Umgebungstemperaturen (Verrußung)
Diagnose: Kerzenbild nach längerem Lauf beurteilen.
Lösung: Bei Dauervolllast bzw. Umgebungstemperatur ab ca. 30 °C: BPR7ES statt BPR6ES verwenden.
Ursache: Läuft nach ca. 20 Minuten schlechter: Zündspule verliert im heißen Zustand an Leistung
Diagnose: Ausschlussdiagnose (Ersatzspule testen).
Lösung: Spule ersetzen.
10. Kupplung & Kraftübertragung
Kupplung sitzt lose bzw. „schwimmt“ · Passfeder verschlissen oder beschädigt · Spiel zwischen Kupplungsnabe und Kurbelwelle
Ursache: Kupplungsnabe nicht fest gegen die Schulter der Kurbelwelle verspannt („schwimmende“ Kupplung) – die Passfeder überträgt dadurch nahezu das gesamte Drehmoment über eine vergleichsweise kleine Fläche
Diagnose: Festsitz der Nabe auf der Kurbelwelle und Anzug der Befestigung prüfen; Passfeder auf Abrieb, Grat oder beginnende Verformung kontrollieren.
Lösung: Kupplungsnabe fest gegen die Kurbelwellenschulter ziehen, sodass die Nabe das Drehmoment über den Presssitz mitträgt und nicht allein über die Passfeder; Festsitz nach jedem Kupplungswechsel erneut prüfen.
Ursache: Passfeder oder Passfedernut bereits verschlissen bzw. beschädigt (häufig Folge einer zuvor schwimmenden Kupplung)
Diagnose: Passfeder und Nut an Kurbelwelle und Kupplungsnabe auf Grat, Abrieb oder Verformung sichtprüfen.
Lösung: Verschlissene Passfeder erneuern; bei beschädigter Nut Kurbelwelle bzw. Kupplungsnabe ersetzen.
11. Verschleißgrenzen (Referenzwerte)
Werte in mm, Motor kalt. Bohrung, Kolben, Ringe, Kurbelwelle und Nockenhöhe entsprechen der Serienspezifikation GX390 RT2/UT2, da diese Bauteile in Standardmaßen weiterverwendet werden. Die Ventilspiel-Werte für JBMK-Tuning-Nockenwellen mit keilgesicherten Ventilen weichen nicht von der Serienvorgabe ab.
Bauteil: Zylinder
Merkmal: Bohrung Ø
Sollwert: 88,000–88,017 mm
Verschleißgrenze: 88,170 mm
Bauteil: Kolben
Merkmal: Schaft-Ø
Sollwert: 87,975–87,985 mm
Verschleißgrenze: 87,85 mm
Bauteil: Kolben
Merkmal: Kolben-Zylinder-Spiel
Sollwert: 0,015–0,042 mm
Verschleißgrenze: 0,12 mm
Bauteil: Kolben
Merkmal: Kolbenbolzenbohrung Ø
Sollwert: 20,002–20,008 mm
Verschleißgrenze: 20,042 mm
Bauteil: Kolbenbolzen
Merkmal: Ø
Sollwert: 19,994–20,000 mm
Verschleißgrenze: 19,950 mm
Bauteil: Kolbenringe
Merkmal: Seitenspiel 1. Ring
Sollwert: 0,015–0,060 mm
Verschleißgrenze: 0,15 mm
Bauteil: Kolbenringe
Merkmal: Seitenspiel 2. Ring
Sollwert: 0,030–0,060 mm
Verschleißgrenze: 0,15 mm
Bauteil: Kolbenringe
Merkmal: Stoßspiel 1. Ring
Sollwert: 0,200–0,350 mm
Verschleißgrenze: 1,0 mm
Bauteil: Kolbenringe
Merkmal: Stoßspiel 2. Ring
Sollwert: 0,350–0,500 mm
Verschleißgrenze: 1,0 mm
Bauteil: Kolbenringe
Merkmal: Stoßspiel Ölabstreifring
Sollwert: 0,2–0,7 mm
Verschleißgrenze: 1,0 mm
Bauteil: Pleuel
Merkmal: Kleines Auge Ø
Sollwert: 20,005–20,020 mm
Verschleißgrenze: 20,07 mm
Bauteil: Pleuel
Merkmal: Großes Auge Ø
Sollwert: 36,025–36,039 mm
Verschleißgrenze: 36,07 mm
Bauteil: Pleuel
Merkmal: Großes Auge Ölspiel
Sollwert: 0,040–0,064 mm
Verschleißgrenze: 0,12 mm
Bauteil: Pleuel
Merkmal: Axialspiel großes Auge
Sollwert: 0,1–0,4 mm
Verschleißgrenze: 1,0 mm
Bauteil: Kurbelwelle
Merkmal: Hubzapfen Ø
Sollwert: 35,975–35,985 mm
Verschleißgrenze: 35,93 mm
Bauteil: Kurbelwelle
Merkmal: Rundlauf
Sollwert: –
Verschleißgrenze: 0,1 mm
Bauteil: Nockenwellenlager
Merkmal: Ø (Gehäuse/Deckel)
Sollwert: 16,000–16,018 mm
Verschleißgrenze: 16,05 mm
Bauteil: Ventile (Serie)
Merkmal: Spiel Einlass
Sollwert: 0,15 ± 0,02 mm
Verschleißgrenze: –
Bauteil: Ventile (Serie)
Merkmal: Spiel Auslass
Sollwert: 0,20 ± 0,02 mm
Verschleißgrenze: –
Bauteil: Ventile (JBMK-Tuning-Nockenwelle)
Merkmal: Spiel Einlass
Sollwert: ca. 0,15 mm
Verschleißgrenze: –
Bauteil: Ventile (JBMK-Tuning-Nockenwelle)
Merkmal: Spiel Auslass
Sollwert: ca. 0,20 mm
Verschleißgrenze: –
Bauteil: Ventile
Merkmal: Schaft-Ø Einlass
Sollwert: 6,575–6,590 mm
Verschleißgrenze: 6,44 mm
Bauteil: Ventile
Merkmal: Schaft-Ø Auslass
Sollwert: 6,535–6,550 mm
Verschleißgrenze: 6,40 mm
Bauteil: Ventile
Merkmal: Führungs-Ø (Einlass/Auslass)
Sollwert: 6,600–6,615 mm
Verschleißgrenze: 6,66 mm
Bauteil: Ventile
Merkmal: Sitzbreite
Sollwert: 1,0–1,2 mm
Verschleißgrenze: 2,0 mm
Bauteil: Ventile
Merkmal: Federlänge entspannt
Sollwert: 39,0 mm
Verschleißgrenze: 37,5 mm
Bauteil: Nockenwelle
Merkmal: Nockenhöhe Einlass
Sollwert: 32,498–32,698 mm
Verschleißgrenze: 32,198 mm
Bauteil: Nockenwelle
Merkmal: Nockenhöhe Auslass
Sollwert: 31,985–32,185 mm
Verschleißgrenze: 29,886 mm
Bauteil: Zylinderkopf
Merkmal: Ebenheit
Sollwert: –
Verschleißgrenze: 0,10 mm
Bauteil: Kompression
Merkmal: bei 600 min¹
Sollwert: 0,51–0,69 MPa (5,2–7,0 bar)
Verschleißgrenze: –
Bauteil: Zündkerze
Merkmal: Elektrodenabstand
Sollwert: 0,7–0,8 mm
Verschleißgrenze: –
Bauteil: Zündspule
Merkmal: Luftspalt zum Schwungrad
Sollwert: 0,2–0,6 mm
Verschleißgrenze: –
Mehr dazu: Wartungsplan VT390
12. Anzugsdrehmomente
Bauteil: Zylinderkopfschraube
Anzugsdrehmoment: 35 Nm
Bauteil: Kurbelgehäusedeckel
Anzugsdrehmoment: 24 Nm
Bauteil: Ölablassschraube
Anzugsdrehmoment: 22,5 Nm
Bauteil: Pleuelschraube
Anzugsdrehmoment: 20 Nm
Bauteil: Kipphebel-Achsschraube
Anzugsdrehmoment: 24 Nm
Bauteil: Kipphebel-Kontermutter
Anzugsdrehmoment: 10 Nm
Bauteil: Schwungradmutter
Anzugsdrehmoment: 170 Nm
