Glossar:
Fachbegriffe zum Honda GX390 Kartmotor

Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe rund um den Honda GX390 als Kartmotor – von Vergaser und Zündung über Schmierung und Kupplung bis zu Wartung und Einfahren. Zu jedem Begriff findest du die konkreten Werte und Ausführungen unserer VT390-Modelle. JBMK GX Racing ist spezialisiert auf Rebuild, Tuning und Service von Honda GX390 Motoren für Kart und Motorsport.

Stand: Oktober 2026

 

B

 

Beschleunigerpumpe (Beschleunigungspumpe)

Eine Beschleunigerpumpe ist eine Einrichtung im Vergaser, die beim schnellen Gasgeben eine zusätzliche Kraftstoffmenge in den Ansaugtrakt spritzt.

Sie gleicht die kurze Abmagerung aus, die beim plötzlichen Öffnen des Gasschiebers entsteht und sich als „Verschlucken“ oder kurzes Leistungsloch bemerkbar macht. Die Pumpe wird über die Schieberbewegung betätigt; von Hand wird nichts bedient.

Beim VT390: Bei JBMK hat nur der Mikuni TM33 am VT390-26 eine Beschleunigerpumpe. Sie arbeitet rein mechanisch mit einem kleinen Kolben. Der Serienvergaser des VT390-13 und VT390-16 sowie der VM22 des VT390-20 haben keine Beschleunigerpumpe. Nimmt dein VT390-26 beim Gasstoß kurz nicht an, lohnt zuerst ein Blick auf die Pumpe.

Mehr dazu: VM22/TM33 Vergaser einstellen · VT390-26

Siehe auch: Flachschiebervergaser, Mikuni, Hauptdüse

 

Betriebsstunden

Betriebsstunden sind die gemessene Laufzeit eines Motors und die Bezugsgröße für Einfahr-, Wartungs- und Instandsetzungsintervalle.

Bei Kartmotoren ist die Laufzeit aussagekräftiger als eine Strecke, weil Belastung, Drehzahl und Dauer des Einsatzes nicht in Kilometern abgebildet werden.

Beim VT390: Für die VT390-Modelle gilt: Ölwechsel spätestens alle 10 Betriebsstunden, je nach Belastung früher; bei jedem Ölwechsel wird das Ventilspiel geprüft. Die Kolbenringe eines GX390 werden im Kartbetrieb etwa alle 100 Betriebsstunden gewechselt.

Mehr dazu: Wartungsplan VT390 · Einfahren & Wartung · 2- vs. 4-Takt

Siehe auch: Einfahren, Ventilspiel, Ölviskosität

 

C

 

CDI-Zündung

Eine CDI-Zündung (Capacitive Discharge Ignition, Kondensatorzündung) speichert die Zündenergie in einem Kondensator und gibt sie zum Zündzeitpunkt schlagartig an die Zündspule ab.

Die CDI arbeitet kontaktlos und damit verschleißarm. Sie erzeugt einen kurzen, energiereichen Zündfunken an der Zündkerze.

Beim VT390: Alle VT390-Modelle haben eine CDI-Zündung mit Verstellkurve. Ab dem VT390-16 kommt zusätzlich ein Frühzündungskeil hinzu. Die Zündung ist ab Werk abgestimmt und für dich nicht einstellbar.

Mehr dazu: VT390-Modellvergleich · Serien- vs. Kartmotor

Siehe auch: Zündverstellkurve, Frühzündungskeil, Zündkerze

 

Choke (Starterklappe)

Der Choke ist eine Klappe im Vergaser, die beim Kaltstart die Luftzufuhr verringert und so das Kraftstoff-Luft-Gemisch anreichert.

Ein kalter Motor braucht zum Anspringen ein fetteres Gemisch. Sobald der Motor läuft, wird der Choke schrittweise geöffnet. Bei warmem Motor ist er in der Regel nicht nötig.

Beim VT390: Kaltstart beim VT390: Choke schließen, kein oder nur wenig Gas geben und starten. Nach dem Anspringen den Choke schrittweise öffnen, bis der Motor ohne Choke sauber rundläuft. Danach nicht im Stand warmlaufen lassen, sondern mit niedrigen, langsam steigenden Drehzahlen warmfahren.

Mehr dazu: Serienvergaser einstellen · VM22/TM33 Vergaser einstellen

Siehe auch: Leerlaufdrehzahl, Klappenvergaser (Serienvergaser), Rundschiebervergaser

 

D

 

Drehmoment

Das Drehmoment ist die Kraftwirkung, mit der ein Motor die Kurbelwelle in Drehung versetzt; es wird in Newtonmeter (N·m) angegeben.

Die Leistung eines Motors ergibt sich aus Drehmoment und Drehzahl. Im Kart bestimmt das Drehmoment zusammen mit der Übersetzung, wie kräftig das Kart beschleunigt. Der Begriff wird außerdem für Anzugsmomente von Schrauben verwendet.

Beim VT390: Beim VT390 steigert unter anderem eine höhere Verdichtung durch Bearbeitung des Zylinderkopfes Drehmoment und Leistung. Ein Beispiel für ein Anzugsmoment: Die Einstellmutter am Kipphebel wird nach dem Einstellen des Ventilspiels mit 10 N·m angezogen.

Mehr dazu: Serien- vs. Kartmotor · Ventilspiel einstellen

Siehe auch: Drehzahl (U/min), Übersetzung, Zylinderkopf

 

Drehzahl (U/min)

Die Drehzahl gibt an, wie oft sich die Kurbelwelle pro Minute dreht; die Einheit ist Umdrehungen pro Minute (U/min oder min⁻¹).

Ein Serien-GX390 erreicht seine Nennleistung bei rund 3.600 U/min. Ein mechanischer Fliehkraftregler hält die Drehzahl im Serienmotor konstant und begrenzt sie nach oben. Für den Kartsport wird dieser Regler entfernt, damit der Motor frei ausdrehen kann.

Beim VT390: Höchstdrehzahl der VT390-Modelle: VT390-13 max. 5.000 U/min, VT390-16 max. 5.500 U/min, VT390-20 und VT390-26 jeweils max. 6.000 U/min.

Mehr dazu: VT390-Modellvergleich · Serien- vs. Kartmotor

Siehe auch: Leerlaufdrehzahl, Einschaltdrehzahl, Drehmoment

 

Düsennadel

Die Düsennadel ist eine konische Nadel, die am Gasschieber eines Schiebervergasers hängt, in die Nadeldüse eintaucht und die Kraftstoffmenge im Teillastbereich bestimmt.

Ein Clip in einer von mehreren Kerben legt fest, wie tief die Nadel eintaucht. Faustregel: Clip eine Kerbe höher setzen → Nadel taucht tiefer ein → Gemisch magerer. Clip eine Kerbe tiefer setzen → Gemisch fetter. Gleichmäßiges Ruckeln bei Teilgas deutet auf die Nadeleinstellung hin.

Beim VT390: Eine Düsennadel haben der VM22 (VT390-20) und der TM33 (VT390-26). Der Serienvergaser von VT390-13 und VT390-16 hat keine verstellbare Düsennadel. Konkrete Nadelpositionen nennt JBMK nicht, weil jeder Motor individuell abgestimmt wird.

Mehr dazu: VM22/TM33 Vergaser einstellen

Siehe auch: Hauptdüse, Rundschiebervergaser, Flachschiebervergaser

 

E

 

Einfahren

Einfahren ist die erste Betriebsphase eines neu aufgebauten Motors, in der sich Zylinder, Kolben, Pleuel und Kurbelwelle unter kontrollierter, steigender Belastung aufeinander einlaufen.

Maßgeblich sind Zeit, Drehzahlniveau und Lastzustand, nicht die gefahrene Strecke. Ein Einfahren im Leerlauf ist schädlich: Gleitlager, Zylinderwand und Kolben werden dabei nicht ausreichend geschmiert und gekühlt, und die Kolbenringe dichten nicht vollständig ab.

Beim VT390: Der VT390 wird in 2 bis 3 Stunden eingefahren: 10 Runden zum Aufwärmen bis 3.500 U/min, 1 Stunde bis 4.000 U/min mit anschließendem Ölwechsel, 1 Stunde bis 4.500 U/min mit anschließendem Ölwechsel, dann 0,5 Stunden bis zur Höchstdrehzahl des Modells. Bei beiden Ölwechseln wird auch das Ventilspiel geprüft. Eingefahren wird mit 10W-40.

Mehr dazu: Einfahren & Wartung · Wartungsplan VT390

Siehe auch: Ölviskosität, Betriebsstunden, Ventilspiel

 

Einschaltdrehzahl

Die Einschaltdrehzahl ist die Motordrehzahl, ab der eine Fliehkraftkupplung greift und die Kraft auf die Hinterachse überträgt.

Unterhalb der Einschaltdrehzahl, zum Beispiel im Leerlauf, ist der Motor vom Antrieb getrennt und das Kart steht.

Beim VT390: Suco-Kupplung, abhängig vom Motortyp: VT390-13: 1.800 U/min, VT390-16: 2.000 U/min, VT390-20: 2.200 U/min, VT390-26: 2.400 U/min. Race-Kupplung: fest 2.400 U/min bei allen Modellen.

Mehr dazu: VT390-Konfigurator · VT390-Modellvergleich

Siehe auch: Fliehkraftkupplung (Zentrifugalkupplung), Leerlaufdrehzahl, Suco-Kupplung, Race-Kupplung

 

Elektrodenabstand

Der Elektrodenabstand ist der Luftspalt zwischen Mittel- und Masseelektrode einer Zündkerze, über den der Zündfunke überspringt.

Ist der Abstand zu groß, kommt es zu Zündaussetzern und das Kerzenbild wirkt fälschlich zu fett. Geprüft wird der Abstand mit einer Fühlerlehre.

Beim VT390: Für die VT390-Motoren gilt ein Elektrodenabstand von 0,7–0,8 mm.

Mehr dazu: Serienvergaser einstellen · VM22/TM33 Vergaser einstellen

Siehe auch: Zündkerze, Wärmewert

 

F

 

Flachschiebervergaser

Ein Flachschiebervergaser regelt die angesaugte Luftmenge mit einem flachen, senkrecht gleitenden Gasschieber.

Der flache Schieber gibt den Luftweg schneller frei als ein Rundschieber. Das sorgt für eine spontanere Gasannahme und einen höheren Durchsatz im oberen Leistungsbereich.

Beim VT390: Der VT390-26 läuft mit dem Mikuni TM33, einem Flachschiebervergaser mit Beschleunigerpumpe.

Mehr dazu: VM22/TM33 Vergaser einstellen · VT390-26

Siehe auch: Rundschiebervergaser, Beschleunigerpumpe (Beschleunigungspumpe), Mikuni, Düsennadel

 

Fliehkraftkupplung (Zentrifugalkupplung)

Eine Fliehkraftkupplung ist eine selbsttätige Kupplung, deren Kupplungsbacken mit steigender Drehzahl durch die Fliehkraft nach außen gegen eine Kupplungsglocke gedrückt werden und so Motor und Antrieb verbinden.

Unterhalb der Einschaltdrehzahl halten Rückholfedern die Backen zurück, der Antrieb ist getrennt. Deshalb braucht ein Kart mit Fliehkraftkupplung weder Kupplungspedal noch Schaltgetriebe. Auf der Kupplung sitzt das Ritzel, das die Kette antreibt.

Beim VT390: Alle VT390-Modelle sind wahlweise mit Suco- oder Race-Kupplung erhältlich.

Mehr dazu: VT390-Konfigurator

Siehe auch: Einschaltdrehzahl, Suco-Kupplung, Race-Kupplung, Ritzel / Kettenrad

 

Frühzündungskeil

Ein Frühzündungskeil ist ein versetzter Passkeil zwischen Kurbelwelle und Schwungrad, der das Schwungrad samt Zündmagnet verdreht und den Zündzeitpunkt dadurch nach früh verschiebt.

Ein früherer Zündzeitpunkt ist auf ein höheres Drehzahlniveau abgestimmt und sorgt dafür, dass das Gemisch zum passenden Zeitpunkt vollständig verbrennt.

Beim VT390: JBMK setzt ab dem VT390-16 einen Frühzündungskeil ein. Er ist für dich nicht einstellbar.

Mehr dazu: Serien- vs. Kartmotor · VT390-16

Siehe auch: CDI-Zündung, Zündverstellkurve, Schwungrad

 

H

 

Hauptdüse

Die Hauptdüse ist eine kalibrierte, wechselbare Düse im Vergaser, die die Kraftstoffmenge im oberen Last- und Vollgasbereich bestimmt.

Der Bedarf hängt vor allem von der Luftdichte ab: kalte, dichte Luft und niedrige Höhe erfordern tendenziell mehr Kraftstoff, heiße, dünne Luft und große Höhe weniger. Eine zu magere Hauptdüse kann zu Überhitzung und Kolbenklemmer führen. Düsen werden nur mit Reiniger und Druckluft gereinigt, nie mit Draht, weil das die Bohrung verändert.

Beim VT390: JBMK liefert den VT390-13 mit Hauptdüse #108 und den VT390-16 mit Hauptdüse #112 aus. VM22 und TM33 werden individuell abgestimmt. Änderungen nur in kleinen Schritten und immer über das Zündkerzenbild kontrollieren.

Mehr dazu: Serienvergaser einstellen · VM22/TM33 Vergaser einstellen

Siehe auch: Düsennadel, Zündkerze, Klappenvergaser (Serienvergaser)

 

Honda GX390

Der Honda GX390 ist ein 1-Zylinder-4-Takt-OHV-Motor mit 389 cm³ Hubraum, den Honda als robusten Industriemotor unter anderem für Stromerzeuger, Pumpen und Baumaschinen baut.

Ab Werk ist er auf Langlebigkeit, niedrige Drehzahlen und ruhigen Dauerbetrieb ausgelegt: Nennleistung bei rund 3.600 U/min, mechanischer Fliehkraftregler, Schleuderschmierung über einen Ölfinger am Pleuel und Kraftstoffversorgung über einen Schwerkrafttank.

Beim VT390: Der GX390 ist die Basis aller VT390-Kartmotoren von JBMK GX Racing. JBMK verwendet die Ausführung UT2 und baut ausrangierte Motoren per Rebuild und Tuning zu Kartmotoren mit 13 bis 26 PS auf.

Mehr dazu: Serien- vs. Kartmotor · VT390-Modellvergleich · Unsere VT390-Kartmotoren

Siehe auch: Viertaktmotor, Rebuild, Kartmotor

 

Hubzapfen (Kurbelzapfen)

Der Hubzapfen ist der außermittig liegende Zapfen der Kurbelwelle, auf dem das Pleuel gelagert ist.

Über den Hubzapfen wird die Auf-und-ab-Bewegung von Kolben und Pleuel in die Drehbewegung der Kurbelwelle umgesetzt. Die Lagerstelle zwischen Pleuel und Hubzapfen ist hoch belastet und auf zuverlässige Schmierung angewiesen.

Beim VT390: Bei VT390-16, VT390-20 und VT390-26 versorgt eine Zwangsschmierung im Hubzapfen das Pleuellager mit Öl aus der Ölzentrifuge.

Mehr dazu: VT390-Modellvergleich · VT390-20

Siehe auch: Kurbelwelle, Pleuel, Zentrifugalschmierung (Ölzentrifuge), Zwangsschmierung

 

K

 

Kartmotor

Ein Kartmotor ist ein Verbrennungsmotor, der für den Antrieb eines Karts ausgelegt ist: höhere nutzbare Drehzahlen, direktes Ansprechverhalten und Kraftübertragung meist über Fliehkraftkupplung und Kette.

Ein Serien-Industriemotor erfüllt diese Anforderungen ab Werk nicht. Für den Kartsport werden unter anderem Drehzahlregler, Schmierung, Kraftstoffversorgung, Zündung, Ventiltrieb und Vergaser angepasst.

Beim VT390: Die VT390-Kartmotoren von JBMK GX Racing basieren auf dem Honda GX390 und decken 13 bis 26 PS ab.

Mehr dazu: Serien- vs. Kartmotor · Unsere VT390-Kartmotoren · VT390-Modellvergleich

Siehe auch: Honda GX390, Rebuild, Zweitaktmotor

 

Kegelluftfilter

Ein Kegelluftfilter ist ein offener, kegelförmiger Sportluftfilter, der direkt auf den Vergasereinlass gesetzt wird.

Gegenüber einem geschlossenen Serien-Luftfiltergehäuse bietet er in der Regel eine größere Filterfläche und einen geringeren Strömungswiderstand.

Beim VT390: VT390-13, VT390-16 und VT390-20 haben serienmäßig einen Kegelluftfilter, der VT390-26 einen Kegelluftfilter von K&N. Der K&N-Filter des VT390-26 wird nach Herstellervorgabe gereinigt und geölt; den Sportluftfilter des VT390-20 hältst du sauber und trocken.

Mehr dazu: VM22/TM33 Vergaser einstellen · VT390-Modellvergleich

Siehe auch: Luftfilter

 

Keihin

Keihin ist ein japanischer Hersteller von Vergasern und Kraftstoffsystemen, dessen Vergaser Honda ab Werk am GX390 verbaut.

Beim VT390: VT390-13 und VT390-16 verwenden den Serien-Keihin-Vergaser mit optimierter Bedüsung.

Mehr dazu: Serienvergaser einstellen · VT390-Modellvergleich

Siehe auch: Klappenvergaser (Serienvergaser), Hauptdüse, Mikuni

 

Kettendurchhang

Der Kettendurchhang ist das Spiel der Antriebskette zwischen Ritzel und Kettenrad, gemessen als Auslenkung in der Mitte des freien Kettenabschnitts.

Eine zu straffe Kette belastet Lager und Kette und kostet Leistung. Eine zu lockere Kette kann abspringen.

Beim VT390: JBMK-Vorgabe für den Kettendurchhang: 10–15 mm.

Mehr dazu: Kettenrechner

Siehe auch: Kettenlänge, Ritzel / Kettenrad

 

Kettenlänge

Die Kettenlänge ist die Anzahl der Kettenglieder, die für eine bestimmte Kombination aus Ritzel, Kettenrad und Achsabstand benötigt wird.

Wird die Übersetzung geändert, ändert sich in der Regel auch die benötigte Kettenlänge.

Beim VT390: Mit dem Kettenrechner von JBMK ermittelst du die passende Kettenlänge für dein Kart.

Mehr dazu: Kettenrechner · Übersetzungsrechner

Siehe auch: Kettendurchhang, Übersetzung, Ritzel / Kettenrad

 

Klappenvergaser (Serienvergaser)

Ein Klappenvergaser regelt die angesaugte Luftmenge über eine drehbare Drosselklappe statt über einen Gasschieber.

Der Serienvergaser des Honda GX390 ist ein liegender Klappenvergaser mit fester Venturi-Geometrie. Er hat weniger Stellgrößen als ein Schiebervergaser: Standgasschraube, Hauptdüse und eine werkseitig mit Anschlagkappe versehene Leerlaufgemischschraube. Eine Düsennadel und eine Beschleunigerpumpe hat er nicht.

Beim VT390: VT390-13 und VT390-16 laufen mit dem Serien-Keihin-Klappenvergaser und einer von JBMK optimierten Bedüsung (#108 bzw. #112).

Mehr dazu: Serienvergaser einstellen · VT390-13 · VT390-16

Siehe auch: Keihin, Hauptdüse, Choke (Starterklappe), Sedimentbecher

 

Kraftstoffhahn

Der Kraftstoffhahn ist ein Absperrventil in der Kraftstoffzufuhr zum Vergaser bzw. auch für die Kraftstoffrückfuhr zum Tank.

Bei Startproblemen gehört ein geschlossener Kraftstoffhahn zu den ersten Dingen, die man ausschließt. Vor längerer Standzeit kann der Vergaser entleert werden, indem man den Hahn schließt und den Motor laufen lässt, bis er von selbst ausgeht.

Beim VT390: Alle VT390-Motoren haben einen Kraftstoffhahn.

Mehr dazu: Fehlerbehebungen · VM22/TM33 Vergaser einstellen

Siehe auch: Sedimentbecher, Unterdruck-Membran-Kraftstoffpumpe

 

Kurbelwelle

Die Kurbelwelle wandelt über das Pleuel die Auf-und-ab-Bewegung des Kolbens in eine Drehbewegung um und gibt sie am Wellenende an den Antrieb ab.

Zusammen mit Zylinder, Kolben und Pleuel gehört die Kurbelwelle zu den Bauteilen, die eingefahren werden müssen.

Beim VT390: Die VT390-Motoren haben einen metrischen Wellenstumpf mit 25 mm Durchmesser. Bei VT390-16, VT390-20 und VT390-26 ist die Kurbelwelle mit einer Zentrifugalschmierung ausgestattet.

Mehr dazu: VT390-Modellvergleich · Einfahren & Wartung

Siehe auch: Hubzapfen (Kurbelzapfen), Pleuel, Schwungrad

 

L

 

Leerlaufdrehzahl

Die Leerlaufdrehzahl ist die Drehzahl, mit der ein Motor ohne Gas und ohne Last weiterläuft.

Sie wird am betriebswarmen Motor mit der Standgasschraube eingestellt. Die Leerlaufdrehzahl muss unter der Einschaltdrehzahl der Kupplung liegen, damit das Kart im Stand nicht losfährt.

Beim VT390: Sollwert für die VT390-Motoren: 1.500 ± 150 U/min. Lass den Motor nicht im Stand warmlaufen; diese Motoren werden im Fahrbetrieb gekühlt.

Mehr dazu: Serienvergaser einstellen · VM22/TM33 Vergaser einstellen

Siehe auch: Einschaltdrehzahl, Choke (Starterklappe), Drehzahl (U/min)

 

Luftfilter

Der Luftfilter hält Staub und Schmutz aus der angesaugten Verbrennungsluft fern, bevor sie in den Vergaser gelangt.

Eingesaugter Staub führt zu Verschleiß an Zylinder, Kolben und Ventilen. Ein verschmutzter Filter behindert die Luftzufuhr und kann Leistung kosten.

Beim VT390: Vor jeder Fahrt prüfen: Luftfilter sauber und fest montiert. Der K&N-Filter des VT390-26 wird gereinigt und geölt, der Sportluftfilter des VT390-20 sauber und trocken gehalten.

Mehr dazu: VM22/TM33 Vergaser einstellen · Wartungsplan VT390

Siehe auch: Kegelluftfilter

 

M

 

Mikuni

Mikuni ist ein japanischer Hersteller von Vergasern und Kraftstoffpumpen für Motorrad-, Kart- und Kleinmotoren.

Beim VT390: JBMK verwendet am VT390-26 den Mikuni TM33 und an allen VT390-Modellen die Mikuni-Unterdruckpumpe DF44-18.

Mehr dazu: VM22/TM33 Vergaser einstellen · VT390-26

Siehe auch: Flachschiebervergaser, Unterdruck-Membran-Kraftstoffpumpe, Keihin

 

O

 

Ölschwallschutz (Oil-Baffle)

Ein Ölschwallschutz ist ein Einbauteil im Kurbelgehäuse, das das Schwappen des Motoröls bei Fliehkräften in Kurvenfahrten verzögert.

So bleibt die Ölversorgung der Schmierstellen auch bei hohen Querkräften gleichmäßiger.

Beim VT390: Der VT390-13 hat einen integrierten Oil-Baffle-Ölschwallschutz. VT390-16, VT390-20 und VT390-26 nutzen stattdessen eine Ölzentrifuge mit Zwangsschmierung.

Mehr dazu: VT390-13 · Serien- vs. Kartmotor

Siehe auch: Zentrifugalschmierung (Ölzentrifuge), Ölviskosität

 

Ölviskosität

Die Ölviskosität beschreibt die Fließfähigkeit eines Motoröls; die SAE-Angabe wie 10W-40 nennt vor dem „W“ das Kaltfließverhalten und danach die Viskosität bei Betriebstemperatur.

Je höher die zweite Zahl, desto dickflüssiger bleibt das Öl bei Betriebstemperatur.

Beim VT390: VT390-Vorgabe: 10W-40 während der Einfahrphase, danach vollsynthetisches 10W-60. Füllmenge max. 1,1 Liter, nicht überfüllen. Ölwechsel spätestens alle 10 Betriebsstunden; in der Einfahrphase den Ölstand nach jedem Turn prüfen.

Mehr dazu: Einfahren & Wartung · Wartungsplan VT390

Siehe auch: Vollsynthetisches Öl, Einfahren, Betriebsstunden

 

P

 

Pleuel

Das Pleuel verbindet Kolben und Kurbelwelle und überträgt die Kraft der Verbrennung auf den Hubzapfen.

Beim Serien-GX390 läuft das Pleuel direkt auf dem Kurbelzapfen und verteilt mit einem Ölfinger das Öl im Kurbelgehäuse (Schleuderschmierung). Ein Pleuel mit Lagerschalen erhöht Belastbarkeit und Standfestigkeit im oberen Drehzahlbereich.

Beim VT390: VT390-20 und VT390-26 haben ein Pleuel mit Lagerschalen. Bei VT390-16, VT390-20 und VT390-26 wird das Pleuellager über eine Zwangsschmierung im Hubzapfen durch die Zentrifugalschmierung versorgt.

Mehr dazu: Serien- vs. Kartmotor · VT390-26

Siehe auch: Hubzapfen (Kurbelzapfen), Kurbelwelle, Zwangsschmierung

 

R

 

Race-Kupplung

Die Race-Kupplung ist eine der beiden Fliehkraftkupplungs-Varianten, die JBMK für alle VT390-Modelle anbietet.

Beim VT390: Die Race-Kupplung hat unabhängig vom Motortyp eine feste Einschaltdrehzahl von 2.400 U/min und empfiehlt sich ab VT390-20.

Mehr dazu: VT390-Konfigurator

Siehe auch: Fliehkraftkupplung (Zentrifugalkupplung), Suco-Kupplung, Einschaltdrehzahl

 

Rebuild

Ein Rebuild ist die vollständige Zerlegung, Vermessung und der Neuaufbau eines gebrauchten Motors mit neuen Verschleißteilen.

Ziel ist ein vollständig überholter, geprüfter und fahrfertiger Motor. Optische Gebrauchsspuren gegenüber einem Neuteil können bleiben.

Beim VT390: Jeder VT390 wird aus einem ausrangierten Honda GX390 aufgebaut: Komplettaufbereitung und Reinigung, Vermessung aller Bauteile, Zylinder gehont, Ventile eingeschliffen, neue Motorlager, Dichtungen, Wellendichtringe und Kolbenringe, neue Zündkerze, neues Motoröl, neuer Zündschalter und neuer Seilzug. Vor dem Versand läuft jeder Motor zur Probe; du erhältst Video und Fotos.

Mehr dazu: Rebuild- & Tuning-Service · VT390-Modellvergleich

Siehe auch: Honda GX390, Kartmotor

 

Reversierstarter (Seilzugstarter)

Ein Reversierstarter ist ein Handstarter, bei dem ein Seil über eine Riemenscheibe die Kurbelwelle andreht und danach von einer Feder wieder aufgerollt wird.

Über den Reversierstarter lässt sich der Motor auch langsam von Hand durchdrehen, zum Beispiel um den Kolben für das Einstellen des Ventilspiels in den oberen Totpunkt zu bringen.

Beim VT390: Alle VT390-Motoren werden per Reversierstarter gestartet; beim Rebuild erhält jeder Motor einen neuen Seilzug.

Mehr dazu: Ventilspiel einstellen · Rebuild- & Tuning-Service

Siehe auch: Ventilspiel

 

Ritzel / Kettenrad

Das Ritzel ist das kleine Zahnrad an der Kupplung des Motors, das Kettenrad das große Zahnrad an der Hinterachse; das Verhältnis ihrer Zähnezahlen ergibt die Übersetzung.

Beispiel: Ein Ritzel mit 14 Zähnen und ein Kettenrad mit 40 Zähnen ergeben eine Übersetzung von 40 : 14 ≈ 2,86.

Beim VT390: Mit dem Übersetzungsrechner von JBMK vergleichst du Ritzel-Kettenrad-Kombinationen für dein Kart.

Mehr dazu: Übersetzungsrechner · Kettenrechner

Siehe auch: Übersetzung, Kettenlänge, Fliehkraftkupplung (Zentrifugalkupplung)

 

ROZ (Research-Oktanzahl)

Die ROZ (Research-Oktanzahl, englisch RON) gibt die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffs an; je höher der Wert, desto geringer die Neigung zu unkontrollierter Verbrennung.

Motoren mit erhöhter Verdichtung benötigen einen passenden, klopffesten Kraftstoff. Zu niedrige Oktanzahl kann zu Detonation und Überhitzung führen, erkennbar unter anderem am Zündkerzenbild.

Beim VT390: Für alle VT390-Motoren gilt: bleifreies Benzin mit mindestens 95 ROZ, besser 98 ROZ oder höher, mit maximal 5 % Bioethanol (E5). Von E10 rät JBMK ab. Zu Alkylatbenzin gibt JBMK keine Empfehlung; der Einsatz erfolgt auf eigene Gefahr.

Mehr dazu: Kraftstoffempfehlung

Siehe auch: Zündkerze, Zylinderkopf

 

Rücklaufleitung

Eine Rücklaufleitung führt überschüssigen Kraftstoff, den der Vergaser nicht abnimmt, aus der Zulaufleitung zurück in den Tank.

Die Kraftstoffpumpe fördert mehr Kraftstoff, als der Vergaser abnehmen kann. Über ein T-Stück im Zulauf zweigt ein Bypass ab; eine Begrenzungsdüse darin legt fest, wie viel Kraftstoff zurück in den Tank fließt.

Beim VT390: Alle VT390-Motoren arbeiten mit Rücklaufleitung und Begrenzungsdüse im Bypass-T-Stück.

Mehr dazu: Fehlerbehebungen

Siehe auch: Unterdruck-Membran-Kraftstoffpumpe, Kraftstoffhahn

 

Rundschiebervergaser

Ein Rundschiebervergaser regelt die angesaugte Luftmenge mit einem runden Gasschieber, der senkrecht auf und ab gleitet.

Er ist robust, einfach aufgebaut und gut dosierbar. Einstellbar sind Standgasschraube, Gemischschraube, Leerlaufdüse, Düsennadel (Clip-Position) und Hauptdüse.

Beim VT390: Der VT390-20 läuft mit dem Rundschiebervergaser VM22.

Mehr dazu: VM22/TM33 Vergaser einstellen · VT390-20

Siehe auch: Flachschiebervergaser, Düsennadel, Hauptdüse

 

S

 

Schwungrad

Das Schwungrad ist eine rotierende Masse auf der Kurbelwelle, die Drehzahlschwankungen zwischen den Arbeitstakten ausgleicht und beim GX390 zugleich den Magneten für die Zündung trägt.

Ein leichteres Schwungrad verringert die rotierende Masse: Der Motor nimmt schneller Drehzahl auf und reagiert direkter auf das Gas.

Beim VT390: VT390-16 bis VT390-26 haben ein erleichtertes und ausgewuchtetes Schwungrad.

Mehr dazu: Serien- vs. Kartmotor

Siehe auch: Frühzündungskeil, Kurbelwelle

 

Sedimentbecher

Der Sedimentbecher ist ein kleiner Becher mit Sieb in der Kraftstoffzufuhr am Vergaser, in dem sich Schmutz und Wasser absetzen.

Ein verschmutzter Sedimentbecher behindert den Kraftstofffluss und kann zu Leistungsmangel und Aussetzern führen.

Beim VT390: Einen Sedimentbecher hat nur der VT390-16. Den Sedimentbecher regelmäßig auf Schmutz prüfen und bei Bedarf reinigen. Anzugsmoment beim Wiedereinbau: 3,9 N·m.

Mehr dazu: Serienvergaser einstellen

Siehe auch: Kraftstoffhahn, Klappenvergaser (Serienvergaser)

 

Suco-Kupplung

Die Suco-Kupplung ist eine der beiden Fliehkraftkupplungs-Varianten, die JBMK für alle VT390-Modelle anbietet.

Beim VT390: Bei der Suco-Kupplung hängt die Einschaltdrehzahl vom Motortyp ab: VT390-13: 1.800 U/min, VT390-16: 2.000 U/min, VT390-20: 2.200 U/min, VT390-26: 2.400 U/min.

Mehr dazu: VT390-Konfigurator

Siehe auch: Fliehkraftkupplung (Zentrifugalkupplung), Race-Kupplung, Einschaltdrehzahl

 

U

 

Übersetzung

Die Übersetzung ist das Verhältnis der Zähnezahl des Kettenrads zur Zähnezahl des Ritzels und bestimmt, wie Motordrehzahl in Fahrgeschwindigkeit umgesetzt wird.

Eine kürzere Übersetzung (größeres Verhältnis) bringt mehr Zugkraft und Beschleunigung, aber eine geringere Höchstgeschwindigkeit. Eine längere Übersetzung wirkt umgekehrt. Die passende Übersetzung hängt von Bahn, Motor und Fahrergewicht ab.

Beim VT390: Mit dem Übersetzungsrechner von JBMK vergleichst du Übersetzungen für deinen VT390.

Mehr dazu: Übersetzungsrechner · Kettenrechner

Siehe auch: Ritzel / Kettenrad, Kettenlänge, Drehzahl (U/min)

 

Unterdruck-Membran-Kraftstoffpumpe

Eine Unterdruck-Membran-Kraftstoffpumpe fördert Kraftstoff vom Tank zum Vergaser, indem sie die Druckschwankungen im Kurbelgehäuse über einen Unterdruckschlauch auf eine Membran überträgt.

Ein Serien-GX390 wird über einen höher angebrachten Schwerkrafttank versorgt. Beim Kartmotor übernimmt die Pumpe die Förderung vom Tank zum Vergaser. Ein gerissener Unterdruckschlauch, Nebenluft oder ein zugesetzter Filter führen zu schlechter Förderung.

Beim VT390: Alle VT390-Motoren arbeiten mit der Mikuni DF44-18 und haben einen Unterdruckanschluss für die Pumpe. Weil die Pumpe mehr fördert, als der Vergaser abnimmt, führt eine Rücklaufleitung den Überschuss zurück in den Tank. Die Kraftstoffleitung hat 5 mm Innendurchmesser (5 × 8 mm). Andere Pumpen nach demselben Unterdruckprinzip sind möglich.

Mehr dazu: Serien- vs. Kartmotor · Fehlerbehebungen

Siehe auch: Rücklaufleitung, Kraftstoffhahn, Mikuni

 

V

 

Ventildeckel (Zylinderkopfdeckel)

Der Ventildeckel verschließt den Zylinderkopf über dem Ventiltrieb mit Kipphebeln und Ventilen.

Zum Prüfen und Einstellen des Ventilspiels wird er abgenommen. Die Dichtung wird dabei auf Beschädigung und Verschleiß geprüft.

Beim VT390: Die Ventildeckel der VT390-Motoren bestehen aus verzinktem Blech. Sie sind nicht plombiert: Das Ventilspiel darfst du selbst einstellen.

Mehr dazu: Ventilspiel einstellen

Siehe auch: Ventilspiel, Zylinderkopf

 

Ventilspiel

Das Ventilspiel ist der Abstand zwischen Kipphebel und Ventilschaft bei geschlossenem Ventil.

Es wird bei kaltem Motor mit einer Fühlerlehre gemessen, wenn der Kolben im oberen Totpunkt des Verdichtungstakts steht und beide Ventile geschlossen sind. Ist das Spiel zu klein, schließt das Ventil unter Umständen nicht vollständig; ist es zu groß, steigen Geräusch und Verschleiß im Ventiltrieb.

Beim VT390: Sollwerte für die VT390-Motoren: Einlass 0,15 ± 0,02 mm, Auslass 0,20 ± 0,02 mm. Die Einstellmutter am Kipphebel wird mit 10 N·m angezogen. Prüfen in der Einfahrphase nach der 1. und 2. Stunde, danach bei jedem Ölwechsel (spätestens alle 10 Betriebsstunden).

Mehr dazu: Ventilspiel einstellen · Wartungsplan VT390

Siehe auch: Ventildeckel (Zylinderkopfdeckel), Einfahren, Reversierstarter (Seilzugstarter)

 

Viertaktmotor

Ein Viertaktmotor durchläuft die vier Takte Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Ausstoßen in zwei Kurbelwellenumdrehungen und steuert den Gaswechsel über Ventile.

Die Schmierung erfolgt über einen eigenen Ölvorrat im Kurbelgehäuse; dem Kraftstoff wird kein Öl beigemischt. Bei der OHV-Bauart (Overhead Valves) liegen die Ventile im Zylinderkopf, die Nockenwelle im Motorblock.

Beim VT390: Im Kostenvergleich über 500 Betriebsstunden liegt der 4-Takt-GX390 bei den Wartungskosten deutlich unter einem 2-Takt-Rotax MAX: Beim GX390 werden die Kolbenringe etwa alle 100 Betriebsstunden gewechselt, beim Rotax MAX fallen laut Händlerangabe Revisionen alle 25 bzw. 50 Betriebsstunden an.

Mehr dazu: 2- vs. 4-Takt · Serien- vs. Kartmotor

Siehe auch: Zweitaktmotor, Honda GX390, Betriebsstunden

 

Vollsynthetisches Öl

Vollsynthetisches Motoröl wird auf Basis synthetisch hergestellter Grundöle produziert.

Es bietet in der Regel eine höhere Temperatur- und Alterungsbeständigkeit als mineralisches Öl.

Beim VT390: Nach der Einfahrphase fahren die VT390-Motoren mit vollsynthetischem 10W-60.

Mehr dazu: Einfahren & Wartung

Siehe auch: Ölviskosität, Einfahren

 

W

 

Wärmewert

Der Wärmewert einer Zündkerze beschreibt, wie gut sie Wärme vom Isolatorfuß an den Zylinderkopf ableitet.

Bei NGK steht eine höhere Kennzahl für eine kältere Kerze, die Wärme schneller ableitet. Ein unpassender Wärmewert verfälscht das Kerzenbild: Eine zu kalte Kerze wirkt verrußt („zu fett“), eine zu heiße kalkweiß („zu mager“).

Beim VT390: Für die VT390-Motoren: NGK BPR6ES im Normalbetrieb, NGK BPR7ES an heißen Renntagen (ab etwa 30 °C).

Mehr dazu: Einfahren & Wartung · VM22/TM33 Vergaser einstellen

Siehe auch: Zündkerze, Elektrodenabstand

 

Z

 

Zentrifugalschmierung (Ölzentrifuge)

Bei der Zentrifugalschmierung nimmt eine mit der Kurbelwelle umlaufende Ölzentrifuge Öl auf und drückt es durch die Fliehkraft gezielt zu einer Schmierstelle.

Der Serien-GX390 nutzt eine Schleuderschmierung, bei der ein Ölfinger am Pleuel Öl im Kurbelgehäuse verteilt. Für den Kartbetrieb mit höheren Drehzahlen wird die Ölversorgung gezielter gestaltet.

Beim VT390: VT390-16, VT390-20 und VT390-26 haben eine Ölzentrifuge mit Zwangsschmierung im Hubzapfen für das Pleuel. Der VT390-13 nutzt stattdessen einen Ölschwallschutz.

Mehr dazu: Serien- vs. Kartmotor · VT390-16 · VT390-Modellvergleich

Siehe auch: Zwangsschmierung, Hubzapfen (Kurbelzapfen), Ölschwallschutz (Oil-Baffle)

 

Zündkerze

Die Zündkerze erzeugt im Brennraum den Funken, der das verdichtete Kraftstoff-Luft-Gemisch entzündet.

Das Kerzenbild ist ein Richtungsanzeiger für die Vergaserabstimmung: Ein helles, weißliches Bild nach einem Volllast-Check deutet auf eine zu magere Hauptdüse, ein dunkles, verrußtes Bild aus dem unteren Bereich auf ein zu fettes Leerlaufsystem. Glasige Keramik, angeschmolzene Elektroden oder Aluminium-Kügelchen sind Warnzeichen für Überhitzung oder Detonation: Fahrt sofort beenden.

Beim VT390: JBMK verwendet die NGK BPR6ES, die Honda ab Werk einsetzt, und an heißen Renntagen die BPR7ES. Elektrodenabstand: 0,7–0,8 mm.

Mehr dazu: Serienvergaser einstellen · VM22/TM33 Vergaser einstellen · Einfahren & Wartung

Siehe auch: Wärmewert, Elektrodenabstand, Hauptdüse

 

Zündverstellkurve

Eine Zündverstellkurve legt fest, wie sich der Zündzeitpunkt abhängig von der Drehzahl verändert.

Mit steigender Drehzahl bleibt dem Gemisch weniger Zeit zum Verbrennen. Deshalb wird der Zündzeitpunkt in der Regel mit steigender Drehzahl nach früh verschoben.

Beim VT390: Alle VT390-Motoren haben eine CDI-Zündung mit Verstellkurve.

Mehr dazu: VT390-Modellvergleich

Siehe auch: CDI-Zündung, Frühzündungskeil

 

Zwangsschmierung

Bei einer Zwangsschmierung wird Öl über Kanäle oder Bohrungen gezielt zu einer Schmierstelle geführt, statt sie nur mit Spritzöl zu versorgen.

Beim VT390: Bei VT390-16, VT390-20 und VT390-26 führt eine Zwangsschmierung im Hubzapfen das Öl aus der Ölzentrifuge zum 

Pleuellager.

Mehr dazu: VT390-16 · VT390-Modellvergleich

Siehe auch: Zentrifugalschmierung (Ölzentrifuge), Hubzapfen (Kurbelzapfen), Pleuel

 

Zylinderkopf

Der Zylinderkopf verschließt den Zylinder nach oben und enthält Brennraum, Ein- und Auslassventile, Ein- und Auslasskanäle sowie die 

Zündkerze.

Durch Bearbeiten des Zylinderkopfes lässt sich das Verdichtungsverhältnis erhöhen. Das verbessert den Wirkungsgrad und steigert Drehmoment und Leistung, setzt aber einen passenden Kraftstoff voraus.

Beim VT390: Beim VT390-26 ist der Zylinderkopf strömungsoptimiert: größere, bearbeitete Ventile und Ventilsitze, überarbeitete Ein- und Auslasskanäle und erhöhte Verdichtung.

Mehr dazu: Serien- vs. Kartmotor · VT390-26

Siehe auch: Ventilspiel, ROZ (Research-Oktanzahl), Drehmoment

 

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Wenn ein Begriff fehlt oder du Fragen zu deinem Motor hast, erreichst du uns telefonisch unter +49 162 6443555 oder per E-Mail an info@gx-racing.de. Mehr: Kontakt

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